Über Mich
Warum ich mich mit dem Älterwerden beschäftige
Ich bin Ärztin geworden, weil ich meiner Mutter helfen wollte. Und musste früh erleben, dass die Medizin nicht alles lösen kann. Heute beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit der Frage, wie wir wirklich alt werden, nicht nur länger leben, sondern länger gesund bleiben.
Petra Bracht sitzt lächelnd neben einer Flasche Liebscher & Bracht Vitamin D3+K2 Tropfen, mit Text "Entwickelt von Ernährungsspezialistin Petra Bracht."
Lächelnde Frau mittleren Alters mit blonden Haaren und Pony, gekleidet in ein weißes Hemd, Hände gefaltet.
Ein paar Worte über mich...
Ich bin nicht zufällig dort gelandet, wo ich heute stehe. Mein Weg hat früh begonnen und er war nicht einfach. Ich bin 1956 als uneheliche Tochter geboren, in einer Zeit, in der das für ein Kind und vor allem für die Mutter alles andere als leicht war. Meine Mutter musste arbeiten, und so bin ich bei meinem Großvater aufgewachsen. Dort lebte auch eine Frau, die für mich im Laufe der Zeit alles wurde: Meine Patin, meine Bezugsperson, meine Herzensmutter. Sie hat mich großgezogen, mir Halt gegeben und war die Person, die ich als meine eigentliche Mutter empfunden habe. Ich selbst war ein schwaches, oft krankes Kind, untergewichtig, ständig mit Infekten, Operationen und Medikamenten konfrontiert. Dazu kamen die vielen Kuren, bei denen ich wochenlang von zuhause getrennt war, allein, mit starkem Heimweh. Diese Erfahrungen haben mich früh geprägt und mir gezeigt, wie es sich anfühlt, keine Kontrolle zu haben und sich unsicher zu fühlen. Als ich etwa 13 oder 14 Jahre alt war, wurde meine Herzensmutter schwer krank. Ich werde nie vergessen, wie ich sie das erste Mal weinend am Küchentisch gesehen habe. Für mich brach damals etwas zusammen, weil sie immer stark gewesen war. Die Diagnose lautete Diabetes und Herzprobleme, und über Jahre hinweg wurde ihr Zustand immer schlechter, obwohl sie alles tat, was man ihr damals geraten hat. In dieser Zeit entstand in mir ein klarer Entschluss: Ich wollte Ärztin werden, um ihr zu helfen. Ich begann mein Medizinstudium voller Hoffnung, doch schon im ersten Semester kam der Moment, der alles veränderte. Ein Arzt sagte mir in der Klinik, ich solle meine Mutter mit nach Hause nehmen, man könne nichts mehr für sie tun. Kurz darauf ist sie gestorben. Dieser Verlust war eine tiefe Zäsur und meine erste echte Begegnung mit der Endlichkeit des Lebens. Ich habe verstanden, dass Medizin Grenzen hat und dass wir vieles nicht kontrollieren können.
Mein Weg und warum ich heute darüber spreche
Ich habe mein Studium abgeschlossen und als Ärztin gearbeitet, im Krankenhaus, in Praxen und später selbstständig. Doch mit den Jahren wurde mir immer klarer, dass etwas Entscheidendes fehlt. Es ging häufig darum, Symptome zu behandeln und Medikamente zu verschreiben, aber selten darum, die Ursachen wirklich zu verstehen oder Gesundheit langfristig zu erhalten. Diese Unzufriedenheit hat mich weiter suchen lassen, bis ich auf die Ernährungsmedizin gestoßen bin. Das war ein Wendepunkt in meinem Denken. Ich habe verstanden, welchen enormen Einfluss Ernährung, Bewegung und Lebensstil auf unsere Gesundheit haben und wie viel wir selbst beeinflussen können. Ich habe mich weitergebildet, geforscht und begonnen, neue Wege zu gehen, mit Intervallfasten, pflanzlicher Ernährung und einem ganzheitlichen Ansatz. Damals war das noch ungewohnt und wurde oft kritisch gesehen, aber ich habe erlebt, was möglich ist, wenn man den Körper anders betrachtet. Über all die Jahre habe ich viele Menschen begleitet, Kranke, Gesunde, Sterbende und ihre Angehörigen. Und dabei ist mir immer deutlicher geworden, dass Älterwerden kein plötzliches Ereignis ist, sondern ein Prozess, der jeden Tag stattfindet. Heute erlebe ich dieses Thema auch im eigenen Umfeld immer stärker: Menschen werden krank, Diagnosen werden real, und die Fragen werden drängender. Wie wollen wir eigentlich alt werden? Was können wir selbst beeinflussen? Wie gehen wir mit Krankheit, Angst und letztlich auch mit dem Tod um? Genau damit beschäftige ich mich heute. Es geht mir nicht nur um Ernährung oder Bewegung, sondern um das große Ganze: Um Gesundheit, Lebensqualität, Sinn, Würde und einen bewussten Umgang mit dem Leben. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und das Älterwerden nicht als etwas zu sehen, das einfach passiert, sondern als etwas, das wir mitgestalten können. Und vielleicht geht es am Ende gar nicht nur darum, länger zu leben, sondern darum, sagen zu können: Es war ein gutes Leben.
Smartphone zeigt Podcast "Über das Älter werden" mit Frauengesicht und weißen AirPods daneben.
„Ich werde selbst älter. Ich kenne die Fragen, die Ängste, die Momente des Zweifels. Genau deshalb führe ich diese Gespräche."
— Dr. Petra Bracht
Was ich mitbringe?
40 Jahre ärztliche Erfahrung und ein echtes Interesse am Menschen.
40 Jahre als Ärztin
Ich habe viele Jahre in der Medizin gearbeitet, im Krankenhaus, in Praxen und in meiner eigenen Tätigkeit als Ärztin. In dieser Zeit habe ich nicht nur medizinisches Wissen gesammelt, sondern vor allem eines gelernt: Menschen wirklich zuzuhören. Denn hinter jeder Diagnose steht immer auch eine persönliche Geschichte.
Mitgründerin Liebscher & Bracht
Gemeinsam mit Roland Liebscher-Bracht habe ich einen Ansatz mitentwickelt, der Schmerzen anders betrachtet und vielen Menschen neue Wege eröffnet hat. Dabei ging es mir immer darum, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern den Körper in seinen Zusammenhängen besser zu verstehen.
Autorin & Expertin
Ich habe mehrere Bücher zu Gesundheit, Bewegung, Ernährung und natürlicher Heilung geschrieben. Mir war dabei immer wichtig, medizinisches Wissen so weiterzugeben, dass es verständlich, alltagstauglich und wirklich hilfreich ist.
Host & Gesprächsführerin
Ich führe Gespräche gerne direkt, offen und mit echtem Interesse. Mich interessieren nicht nur Antworten, sondern auch die Fragen dahinter, besonders die, über die oft zu wenig gesprochen wird.
Petras Werdegang
1980er
Studium & erste Jahre als Ärztin
Petra Bracht studierte Medizin mit dem Wunsch, Menschen wirklich zu helfen. Schon früh ging es ihr nicht nur darum, Krankheiten zu behandeln, sondern Gesundheit besser zu verstehen. Bereits während des Studiums merkte sie jedoch, dass viele medizinische Antworten dort endeten, wo Beschwerden chronisch wurden oder Menschen über lange Zeit mit Schmerzen lebten. Vieles drehte sich um Behandlung, aber nicht immer um die Frage, warum Beschwerden überhaupt entstehen. Auch in den ersten Jahren ihrer ärztlichen Tätigkeit blieb dieses Gefühl. Immer wieder begegnete sie Menschen, denen gesagt wurde, ihre Beschwerden seien altersbedingt oder man müsse eben damit leben. Für sie war das kein zufriedenstellender Umgang mit Krankheit und Schmerz. Die 1980er waren deshalb vor allem die Jahre, in denen sie begann, genauer hinzusehen und neue Fragen zu stellen.
1990er
Entwicklung der Liebscher & Bracht Methode
In den 1990er-Jahren begann gemeinsam mit Roland Liebscher-Bracht die Entwicklung eines neuen Ansatzes im Umgang mit Schmerzen. Aus vielen Beobachtungen in der Praxis entstand Schritt für Schritt eine Methode, die den Körper nicht isoliert betrachtet, sondern Zusammenhänge stärker in den Mittelpunkt stellt. Dabei ging es Petra immer darum, Beschwerden nicht nur zu lindern, sondern besser zu verstehen. In dieser Zeit wurde das Fundament für das gelegt, was später unter dem Namen Liebscher & Bracht bekannt wurde.
2000er
Aufbau der Marke Liebscher & Bracht
In den 2000er-Jahren wurde aus der praktischen Arbeit zunehmend etwas, das mehr Menschen erreichen konnte. Bücher erschienen, Kurse wurden entwickelt, und immer mehr Menschen kamen mit dem Ansatz in Berührung. Was zunächst in der direkten Arbeit mit Patientinnen und Patienten gewachsen war, wurde nach und nach einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Dabei blieb für Petra immer entscheidend, dass medizinisches Wissen verständlich vermittelt wird und Menschen Wege finden, selbst aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun. So entwickelte sich aus vielen Jahren praktischer Erfahrung eine Arbeit, die weit über die klassische ärztliche Tätigkeit hinausging.
Heute
Der Podcast „Über das Älterwerden"
Heute beschäftigt sich Petra Bracht mit einer Frage, die sie schon lange begleitet und die mit den Jahren noch persönlicher geworden ist: Wie wollen wir eigentlich älter werden? Im Podcast „Über das Älterwerden“ spricht sie mit Expertinnen, Experten und Menschen mit ganz eigenen Lebensgeschichten über Gesundheit, Krankheit, Angst, Verlust, Würde, Lebensqualität und die Fragen, die im Alltag oft keinen richtigen Raum bekommen. Es geht dabei nicht um einfache Antworten oder schnelle Lösungen, sondern um ehrliche Gespräche über das, was das Leben mit sich bringt und darum, wie wir bewusster, informierter und menschlicher mit dem Älterwerden umgehen können.
Hör rein, es lohnt sich.
Neue Episoden jede Woche. Ehrliche Gespräche über das, was wirklich zählt.
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